Making-of t.i.m.e.

t.i.m.e. steht für torstens interactive multimedia experience und ist ein Kurzfilm der im Rahmen des Moduls Medienproduktion entstanden ist.
Er wurde als Gruppenarbeit erarbeitet und stellt das Abschlussprojekt für die Modulnote dar.

Die Aufgabenstellung:
Erzeugung einer Kurzgeschichte
(Vorspann + max. 150 s + Abspann + n*10 s WerbungFürEigeneGuteNote)
• min. 15 s reiner Realfilm
• min. 15 s reine 3D Animation
• min. 15 s Realfilm mit integrierter 3D Animation
• max. 5 s Vorspann, max. 5 s Abspann
• 10 s pro Person: Persönliche Bestleistungen hervorheben
• min. FullHD (1920*1080), min. 25 fps

Vorgaben für den Inhalt des Kurzfilm
• Einheitlich gute Lichtstimmung (inkl. realistischem Schattenwurf)
• Unterschiedliche Kameraeinstellungen
• Sinnvoller Einsatz von Animation(en)
• Integration von zuvor modellierten Spielzeugfiguren

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde in mehreren Interationen gearbeitet und der komplette Prozess einer Filmproduktion durchlaufen:

Storyboard > Storyreel > erweitertes Storyreel > finale Abgabe

Der 3D-Teil wurde ausschließlich mit Blender 2.79 erstellt und mit Hilfe des Onlinesdienstes SheepIt-Renderfarm gerendert. Beide "Programme" sind kostenlos für Windows, Mac und Linux erhältlich.

Präsentation des Erstellungsprozess: Finale Dokumentation

Der Kurzfilm:

Texturierung

Die Bilder zeigen den Prozess bei der Texturierung der Stühle


1.    3D-Modell ohne Textur

2.    Um die korrekte Platzierung zu testen, wurde eine Textur mit fünf verschiedenen Farbfeldern hinzugefügt. Diese wird, über eine mathematische Berechnung, zufällig auf die Stühle und Lehnen verteilt. Eine nicht korrekte Berechnung, führte zu einem Muster statt zum Zufall.

3.    Nach einigen Anpassungen und Versuchen hat es dann endlich geklappt.

4.    Im letzten Schritt wurde die fünf Farbfelder durch verschiedene Holztexturen ersetzt, so dass diese Zufällig zugeordnet werden konnten.


Die Texturfehler an der rechten Wand (dort sind noch reale Stühle zu sehen), an der Decke (verzerrte Lampen), ebenso wie perspekktivisch verzerrten Türen in den Ecken, konnten vernachlässigt werden, da diese, aus der späteren Kameraansicht korrekt dargestellt (die Türen) bzw. von 3D-Elemten überdeckt (die Stühle) wurden oder außerhalb des Bildausschnittes lagen (die Decke).


Komplett texturierter Hörsaal:

Aufbau in 3D

Das Video zeigt den generellen Aufbau einer 3D-Szene wie sie für den Film erstellt wurde. Der im Hintergrund zu sehende Hörsaal ist ein 360° HDR-Foto und sorgt für die realistische Beleuchtung der gesamten Szene. Es wurden keine weiteren Lichtquellen verwendet.

Um gezielte Spiegelungen aus dem Realfilm auch in den Renderings zu sehen, wurde eine selbstleuchtende Plane erstellt (die Fläche mit der Tafel und dem Professor) und so platziert, dass sie von dem Auge und der Maschine Richtung Kamera reflektiert wird.

Das Koffergehäuse und der Deckel, dienen einerseites als Maskierung, anderseites simulieren sie den echten Koffer um dessen Einfluss auf Licht und Schatten nachzuahmen. 

Compositing

Die Bilder zeigen wie der 3D-Teil in den Realfilm integriert wurde:


1.      Originalmaterial

2.      Das Gehäuse des Koffers mit Deckel wird hinzugefügt. Um die Perspektive der Realkamera mit der 3D-Kamera abzugleichen, wurde das Blender Plugin BLAM verwendet.

3.      Die modellierte Maschine wird hinzugefügt.

4.      Texturshading um einen ersten Eindruck für das spätere Ergebnis zu bekommen.

Die "Welle"

Eine große Herausforderung war es, die Stühle, Tische, Nieten, Stiftablagen und Stangen organisch, wellenförmig zu animieren. Ingesamt 910 Elemente.

Jedes Objekt wurde einmal erstellt und per Shrinkwrap an “eine Welle” gebunden, welche es aus seiner gewohnten Position verdrängen kann, und anschließend per Array hundertfach kopiert.  Als Ergebnis können alle Objekte mit nur einem einzigen Steuerelement - “der Welle” - manipuliert werden.

Die gleiche Technik kam auch bei den Studenten zum Einsatz. 

Bestleistung

Teil der Abgabe war es, einen 10 Sekunden-Teaser zu erstellen.
Dieser sollte die persönliche Bestleistung im Projekt hervorheben.

Screenshots

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